1. Ein guter jüdischer Freund hat uns gefragt: Wisst ihr, was der Unterschied zwischen der israelischen und der deutschen Demokratie ist? Wir wussten es nicht. Er erklärte uns: Ihr habt ein Grundgesetz, wir haben das nicht. Ihr wisst, glaube ich, oft nicht, wie viel Wert dieses Grundgesetz ist.
Wenn man Eure Demokratie von außen betrachtet, dann hat man den Eindruck, das alle, selbst die extremen Parteien, irgendwie von diesem Grundgesetz mit seinem Artikel 1 geprägt sind. Sie haben z.T. sehr unterschiedliche Vorstellungen über den richtigen Weg. Aber man hat den Eindruck, dass es allen um ein möglichst gut gelingendes Land geht.
Und das macht Euer Grundgesetz aus.
Bei uns, wo das fehlt, sind die Parteien viel mehr Lobbyisten, denen es nur um die Vorteile ihrer Leute, aber nicht um das Wohl des ganzen Landes geht.
Diese Ansicht mag diskussionswürdig oder sogar falsch sein. Aber sie zeigt die Wertschätzung für unser Grundgesetz auch international.
2. Ich kümmere mich um Suchtkranke und beginne in den nächsten Tagen eine neue Kooperation mit guten Kollegen und einem Psychologen für eine gemeinsame Betreuung von Suchtkranken. Für die Gründung habe ich die Geschichte 1 erzählt und gefragt, ob wir uns nicht irgendwelche Grundsätze formulieren wollen, die unsere Zusammenarbeit tragen sollen, so wie uns alle unser Grundgesetz trägt. In der bisherigen Praxis hatten wir nur einen Satz, den alle unterschrieben haben: Diese Praxis dient auch dem Zweck, idealistische Ziele zu verfolgen. Ich habe auch an alte Ordensregeln erinnert, z.B. den Satz in der Regel von Taizé: "Bewaffne dich nicht mit Argumenten!" Die Antwort der neuen Kollegen war: Wir haben genau dafür schon eine Klausurtagung gemacht und schon einen solchen Entwurf. Und schon ist das Grundvertrauen auf einem viel festeren Fundament!
Nebenbei: Suchtkranke gehören auch zu den Menschen, denen Würde am schlimmsten aberkannt wird.
Aber das soll nicht vom Hauptthema ablenken – ist nur ein Steinchen, das auch ins Puzzle des bunten und wunderbaren Themas passt.
Wenn man Eure Demokratie von außen betrachtet, dann hat man den Eindruck, das alle, selbst die extremen Parteien, irgendwie von diesem Grundgesetz mit seinem Artikel 1 geprägt sind. Sie haben z.T. sehr unterschiedliche Vorstellungen über den richtigen Weg. Aber man hat den Eindruck, dass es allen um ein möglichst gut gelingendes Land geht.
Und das macht Euer Grundgesetz aus.
Bei uns, wo das fehlt, sind die Parteien viel mehr Lobbyisten, denen es nur um die Vorteile ihrer Leute, aber nicht um das Wohl des ganzen Landes geht.
Diese Ansicht mag diskussionswürdig oder sogar falsch sein. Aber sie zeigt die Wertschätzung für unser Grundgesetz auch international.
2. Ich kümmere mich um Suchtkranke und beginne in den nächsten Tagen eine neue Kooperation mit guten Kollegen und einem Psychologen für eine gemeinsame Betreuung von Suchtkranken. Für die Gründung habe ich die Geschichte 1 erzählt und gefragt, ob wir uns nicht irgendwelche Grundsätze formulieren wollen, die unsere Zusammenarbeit tragen sollen, so wie uns alle unser Grundgesetz trägt. In der bisherigen Praxis hatten wir nur einen Satz, den alle unterschrieben haben: Diese Praxis dient auch dem Zweck, idealistische Ziele zu verfolgen. Ich habe auch an alte Ordensregeln erinnert, z.B. den Satz in der Regel von Taizé: "Bewaffne dich nicht mit Argumenten!" Die Antwort der neuen Kollegen war: Wir haben genau dafür schon eine Klausurtagung gemacht und schon einen solchen Entwurf. Und schon ist das Grundvertrauen auf einem viel festeren Fundament!
Nebenbei: Suchtkranke gehören auch zu den Menschen, denen Würde am schlimmsten aberkannt wird.
Aber das soll nicht vom Hauptthema ablenken – ist nur ein Steinchen, das auch ins Puzzle des bunten und wunderbaren Themas passt.
