Zeichen setzen
für Menschenwürde
und Demokratie!
In Bonn wurde am 23. Mai 1949 das Grundgesetz verabschiedet und in Kraft gesetzt. Die Mütter und Väter dieses Grundgesetzes (GG) haben in einzigartiger Weisheit und mit großem Weitblick die Basis für die Demokratie in Deutschland geschaffen.
„Die Würde des Menschen ist unantastbar“ (Art. 1 GG) bedeutet Zusammenfassung, Vermächtnis und elementares Fundament unserer demokratischen Haltung, aller menschlichen Begegnungen und der kulturellen Werte unseres Landes.
Das Grundgesetz verpflichtet uns, die „unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechte als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt” zu achten. Diese Grundhaltung widerspricht allen extremistischen Bestrebungen, jeglicher Willkür und Unterdrückung, dem Schüren von Angst und dem Versuch der Entwürdigung von Person und Ansehen.
In unserer gegenwärtigen Lebenssituation steht die Demokratie auf dem Prüfstand. Sie ist sichtbar und spürbar in Gefahr. In Deutschland und weltweit zeigen sich Entwicklungen, die unser freiheitlich-demokratisches Wertesystem infrage stellen und zutiefst erschüttern. In Teilen unserer Gesellschaft wird die Gleichwürdigkeit eines jeden Menschen als Grundlage unseres (Zusammen-) Lebens zunehmend in Frage gestellt.
Wir als Initiative „Verein für Menschenwürde und Demokratie“ engagieren uns unter der Leitidee „Würde – unantastbar“ für ein uneingeschränkt achtsames und wertschätzendes Miteinander in unserer Zivilgesellschaft.
Jedem Menschen wohnt Würde inne. Unverhandelbar!

Wir sind sieben Menschen aus Bonn, inspiriert von den Königsfiguren des Holzbildhauers Ralf Knoblauch. Seine Skulpturen erzählen den Betrachtenden von der je eigenen und unverlierbaren Königswürde. Die König*innen stehen für die Einzigartigkeit einer jeden Person, unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Hautfarbe, Religion. Größe und Würde zeigen sich dabei nicht immer auf den ersten Blick. Es geht darum, genau hinzuschauen, auch auf die existentiellen menschlichen Grundbedürfnisse nach Sicherheit, Anerkennung, Arbeit, angemessenem Lohn und lebenswerten sozialen Beziehungen. Es geht um die Wertschätzung der Fähigkeiten, Grenzen und Möglichkeiten aller Menschen, die hier leben oder zu uns kommen.

„Würdetafeln“, die – wie die Königsfiguren – aus Eichenholz und inzwischen aus vielen anderen Hölzern gefertigt werden, wollen im Sinne einer „sozialen Plastik“ diese Botschaft der Würde und gegenseitigen Verantwortung für Frieden und Gerechtigkeit in die Welt tragen: überall dorthin, wo Menschen sich begegnen, wo sie miteinander leben, arbeiten und miteinander ins Gespräch kommen können. Wir brennen die Worte „Würde“ / „unantastbar“ in die Würdetafeln ein:
Unauslöschlich, alternativlos, dauerhaft sichtbar.
Wir freuen uns, dass inzwischen so viele Menschen in unterschiedlichsten Institutionen und Gemeinschaften mitmachen und so – partei-, religions- und kulturübergreifend – unser Herzensanliegen teilen:
Zeichen setzen für Menschenwürde und Demokratie.